Burkina Faso steht vor einer schweren Krise der Binnenvertreibung, die hauptsächlich durch eskalierende Gewalt und Unsicherheit verursacht wird. Seit 2016 gibt es zunehmend Angriffe durch dschihadistische Extremistengruppen in den nördlichen und östlichen Regionen. Anti-Terror-Militäraktionen der Regierung haben die Vertreibung von Zivilisten zusätzlich verstärkt.
Diese Krise stellt sowohl die vertriebenen Bevölkerungen als auch die aufnehmenden Gemeinschaften, insbesondere in den südlichen Regionen und Städten wie Bobo-Dioulasso, vor erhebliche Herausforderungen. Laut UNHCR wurden innerhalb von Burkina Faso bis Mitte 2023 über 1,9 Millionen Menschen vertrieben. Die südliche Region, einschließlich Städte wie Bobo-Dioulasso, beherbergt einen bedeutenden Teil dieser IDPs.
Bobo-Dioulasso hat einen erheblichen Zustrom von IDPs erlebt, was seine Ressourcen und Infrastruktur belastet. Die lokale Regierung und internationale Organisationen arbeiten daran, Unterstützung zu bieten, aber die Bedürfnisse übersteigen die verfügbaren Ressourcen.
Diese Krise betrifft insbesondere Frauen und Kinder. Vertriebene Frauen sind einem erhöhten Risiko von geschlechtsspezifischer Gewalt, Ausbeutung und mangelndem Zugang zu reproduktiven Gesundheitsdiensten ausgesetzt. Viele vertriebene Kinder leiden unter unterbrochener Bildung, da Schulen bei Angriffen angegriffen oder als Unterkünfte genutzt werden.
Der Zustrom von IDPs hat Gesundheitseinrichtungen überfordert, was zu Engpässen bei medizinischen Vorräten und Personal führt. Krankheitsausbrüche und Unterernährung sind kritische Anliegen.
Die Vertreibung hat auch die Bildung von Tausenden von Kindern gestört. Schulen in aufnehmenden Gemeinden sind überfüllt, und die Ressourcen sind knapp, was die Qualität der Bildung beeinträchtigt.
L2H stellt Mittel bereit, um den Franciscaines Missionaires de Marie ("FMM") zu ermöglichen, IDPs zu helfen. Die Unterstützung konzentriert sich darauf, Frauen dabei zu helfen, eine kleine kommerzielle Tätigkeit aufzubauen, um zum Familieneinkommen beizutragen. Ab Oktober wird Unterstützung bereitgestellt, um das Schulgeld der Kinder von IDPs in FMM und anderen Schulen zu finanzieren.